Verliebtsein ist weit mehr als nur ein schönes Gefühl – es ist ein wahres Feuerwerk biochemischer Prozesse, das unseren Körper in einen Ausnahmezustand versetzt. Besonders das Herz spielt dabei eine zentrale Rolle. Doch was genau passiert, wenn die Liebe einschlägt?
Eines der ersten Anzeichen von Verliebtsein ist ein beschleunigter Herzschlag. Verantwortlich dafür sind Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin, die den Körper in Alarmbereitschaft versetzen – vergleichbar mit der Reaktion auf eine aufregende Achterbahnfahrt. Kein Wunder also, dass uns beim Anblick einer bestimmten Person manchmal die Worte fehlen und wir sprichwörtlich „Herzrasen“ bekommen.
Doch nicht nur die Frequenz, sondern auch die Leistungsfähigkeit des Herzens verändert sich. Die Blutgefäße weiten sich, die Durchblutung steigt, und das Herz pumpt kraftvoller. Kurzzeitig erhöht sich der Blutdruck, während die Muskeln effizienter mit Sauerstoff versorgt werden – der Körper ist bereit für Aktion. Dieses akute Hochgefühl sorgt für einen natürlichen Energieschub und lässt uns wacher, vitaler und leistungsfähiger erscheinen. Man könnte fast sagen: Liebe wirkt wie ein biologischer Turbo.
Neben den Stresshormonen sorgen auch verschiedene Botenstoffe für das charakteristische Glücksgefühl des Verliebtseins. Besonders entscheidend sind hier Dopamin und Oxytocin, die unterschiedliche, aber sich ergänzende Wirkungen entfalten:
Dopamin – Das Belohnungshormon
Dopamin ist maßgeblich für das intensive Glücksgefühl verantwortlich, das Verliebte empfinden. Es aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn, verstärkt Euphorie und kann sogar süchtig machen – weshalb unsere Gedanken oft unaufhörlich um diese eine Person kreisen.
Oxytocin – Das Bindungshormon
Oxytocin, oft als „Kuschelhormon“ bezeichnet, fördert Vertrauen und emotionale Nähe. Es beruhigt das Herz-Kreislauf-System, senkt den Blutdruck und reduziert Stress. Langfristig trägt es zu einer tiefen emotionalen Bindung bei und unterstützt das Wohlbefinden.
Oxytocin wird durch gemeinsame körperliche Aktivitäten verstärkt. Umarmungen, Händchenhalten, Küssen oder Tanzen führen ebenso zur Ausschüttung wie gemeinsames Lachen oder sportliche Betätigung – sei es beim Wandern, Yoga oder Radfahren. Selbst eine liebevolle Massage kann das Bindungshormon anregen. Wer also viel Nähe erlebt, tut nicht nur seiner Seele, sondern auch seinem Herzen etwas Gutes.
Natürlich kann Verliebtsein anfangs auch herausfordernd sein: Schlaflose Nächte, Appetitlosigkeit und innere Unruhe treiben unser System auf Hochtouren. Doch mit der Zeit findet der Körper sein Gleichgewicht, und aus dem anfänglichen Herzklopfen wird ein stabiler, wohltuender Rhythmus.
Langfristig wirkt eine liebevolle, stabile Partnerschaft wie ein sanftes Training für das Herz: Es schlägt ruhiger, widerstandsfähiger und profitiert von der emotionalen Sicherheit. Die Forschung zeigt, dass Menschen in glücklichen Beziehungen ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Wer also gerade Schmetterlinge im Bauch hat – genieße es! Dein Herz wird es dir danken.
Wenn der Weihnachtsschmuck mehr oder weniger gut sortiert wieder in die Kisten unters Bett verschwunden ist und sich eine wohltuende Klarheit in der Wohnung breitmacht, wenn uns die sauberen weißen Blätter des neuen, noch wenig gefüllten Kalenders an der Wand oder auf dem Tisch noch so angenehm harmlos und zugleich erwartungsvoll anstrahlen, dann ist es da: Das neue Jahr. Wieder so ein Anfang, dem, wenn wir Herrmann Hesse bemühen wollen, `ein Zauber innewohnt`. Gewiss, in diesen herausfordernden Zeiten fällt es gelegentlich schwer, den Glitzerstaub zu sehen, der uns gerade auch am Anfang dieses neuen Jahres umgibt. Aber er ist da, denn er ist in uns selbst angelegt.
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Es ist der Zauber der Neugierde und des Lebenswillens. Unsere Vorfahren mussten neugierig sein, um neue Nahrungsquellen zu entdecken, Gefahren zu erkennen oder Werkzeuge zu erfinden. Diese Offenheit für Neues erhöhte ihre Überlebenschancen und sicherte ihr Überleben. Der Blick auf das Neue – auf das, was noch kommt – aktiviert unser Belohnungssystem, und Dopamin wird ausgeschüttet. Dieses Glückshormon sorgt nicht nur für positive Gefühle, sondern auch für die Motivation, mehr zu erkunden, mehr zu wollen und vor allem zu verändern – sogar uns selbst.
In dieser ersten Woche des neuen Jahres kommt dieser Wunsch oft im Gewand „Guter Vorsätze“ daher: mehr Sport, gesünder essen, weniger Stress. Rund 60% der Menschen verspüren den Wunsch, sich selbst zu verändern1 – und das ist keineswegs etwas, das nur einem bestimmten Teil der Bevölkerung vorbehalten ist. Der Wunsch nach Veränderung ist so alt wie die Menschheit selbst. Aber das Besondere an unserem Wunsch, uns zu verändern, liegt nicht nur in der Hoffnung auf ein besseres „Ich“, sondern auch in der Erkenntnis, dass unsere Persönlichkeit keineswegs so unveränderlich ist, wie die Forschung lange dachte. 2
Unser Gehirn ist plastisch, formbar, immer bereit, sich anzupassen und zu verändern. Unsere Gedanken, unser Verhalten, unsere Gewohnheiten – wir können Dinge verändern, wenn wir es wollen. Und genau darin liegt der Zauber des Neuen Jahres. Nicht in einer magischen Transformation, die über uns kommt, sondern in der Möglichkeit, aktiv zu gestalten, zu verändern und neu zu beginnen. Ob Sie sich nun dem Trend der Selbstoptimierung anschließen, oder einfach den inneren Drang verspüren, das Neue (Jahr) in die Hand zu nehmen – durch bewusste Entscheidungen und kleine, regelmäßige Veränderungen machen Sie den Anfang im Anfang.
Und wenn Sie doch zu den 80% gehören3, die bis zum sogenannten „Quitters Day“ aufgeben und ihre Vorsätze bis zum 10. Januar wieder über Bord werfen, dann klopfen Sie sich dennoch auf die Schulter, denn der Versuch ist der Anfang der Veränderung – nicht das Ende. Vielleicht gehören Sie eher zu den „ganz spontanen Umsetzern“– die Veränderung einfach dann angehen, wenn es wirklich, wirklich dringend wird. Bis dahin bleibt uns immerhin noch genug Zeit, unsere Vorsätze für nächstes Jahr vorzubereiten – diesmal aber wirklich 😉
Herzlichst,
Petra Bittner
1Baranski, E., Gardiner, G., Lee, D., Funder, D. C., & Members of the International Situations Project. (2021). Who in the world is trying to change their personality traits? Volitional personality change among college students in six continents. Journal of Personality and Social Psychology, 121(5), 1140–1156.
2Peter Haehner , Amanda Jo Wright & Wiebke Bleidorn (2024). A systematic review of volitional personality change research. Communications Psychology 2:115.
3 Haden, J. (2020, January 14). A Study of 800 Million Activities Predicts Most New Year's Resolutions Will Be Abandoned on January 19: How You Can Create New Habits That Actually Stick. Inc.
Diese Zeilen stammen aus einem der bekanntesten Weihnachtslieder aus dem Jahr 1815 und werden noch heute fröhlich von Jung und Alt geträllert. Doch wie besinnlich ist die Weihnachtszeit heute überhaupt noch?
Kaum ist die Badehose getrocknet, da füllen sich die Supermarktregale mit Lebkuchen, Spekulatius und anderen Weihnachtsvorboten. So werden wir spätestens im Altweibersommer daran erinnert, möglichst viele kreative und außergewöhnliche Geschenke für unsere Liebsten zu besorgen – Geschenke, die hoffentlich allen Erwartungen, auch den unausgesprochenen, gerecht werden.
In der Adventszeit hetzen wir dann von einem Termin zum nächsten: Versammlungen, Elternsprechtage, Weihnachtsfeiern, Aufführungen und all das, was sonst noch dringend auf den letzten Metern des alten Jahres erledigt werden muss – aber bitte immer schön besinnlich bleiben.
Und fast ein bisschen überraschend steht dann plötzlich das Weihnachtsfest vor der Tür. Panisch stellen wir fest, dass noch ein paar Last-Minute-Geschenke besorgt werden müssen. Und wie war das noch mit der Feiertagsplanung? Einmal quer durch die Republik und zurück, um die wichtigsten Menschen zu erreichen.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Besinnlichkeit? Fehlanzeige. Denn Besinnlichkeit ist von innerer Einkehr und einer ruhigen Stimmung geprägt. Doch wie kann einem das trotz der vielen Herausforderungen in der Vorweihnachtszeit gelingen?
Hier meine Top 3 Last-Minute-Tipps statt Last-Minute-Geschenken:
Gerade in der Weihnachtszeit bietet sich eine Kerzenmeditation an: Machen Sie es sich dazu gemütlich und zünden Sie eine Kerze an. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Flamme der Kerze. Was sehen Sie? Beobachten Sie nur, ohne das Wahrgenommene zu bewerten oder darauf zu reagieren. Sollten in Ihnen Gedanken aufkommen, nehmen Sie diese lediglich wahr und kehren Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit unbeirrt zur Flamme zurück.
Ich wünsche Ihnen ein friedliches Weihnachtsfest.
Herzlichst,
Kathrin Faber
Willkommen in der Zeit, wo Wollsocken und Wärmflaschen zu Trendaccessoires werden! Haben Sie Ihre winterliche Einrichtung schon um eine stylische Thermoskanne erweitert, oder hat Sie die Kälte mit all ihren frostigen Herausforderungen überrascht?
Während draußen die Temperaturen fallen und die Nächte länger werden, stellt sich die Frage: Haben Sie bereits eine Winterstrategie für Ihre Gesundheit entwickelt, oder kam die Kälte so plötzlich wie ein unerwarteter Schneesturm im Herbst?
Zugegeben, die dunklen, eisigen Tage können einem die Laune vermiesen. Doch bevor wir uns dem Winterblues hingeben, lassen Sie uns einen Blick auf Aaron Antonovskys Modell der Salutogenese werfen.
Er erinnert uns daran, dass Gesundheit und Krankheit keine Gegensätze sind, sondern ein Kontinuum.
Wir sind nie nur krank oder nur gesund – es kommt darauf an, wie widerstandsfähig wir sind.
Antonovsky fragte: Wie bleiben Menschen trotz frostiger Umstände warm und gesund? Seine Antwort liegt im Kohärenzgefühl, unserem inneren Thermostat, der aus drei Komponenten besteht:
Verstehbarkeit: Als Winterprofi weißt du: Kälte und Schnee kommen nicht aus heiterem Himmel. Der Winter ist ein pünktlicher Gast, den du erwartest.
Handhabbarkeit: Du bist der Winterstratege! Mit heißem Kakao und Schal-Tricks bist du perfekt ausgerüstet, um die Kälte zu bezwingen.
Bedeutsamkeit: Der Winter hat eine emotionale Bedeutung, die ganz individuell ist. Spüre in dich hinein und entdecke, was diese Zeit für dich besonders macht – sei es Ruhe, Reflexion, Gemeinschaft oder etwas ganz Eigenes. Jeder findet im Winter etwas, das ihm auf seine Weise Sinn gibt.
Ein starkes Kohärenzgefühl hilft uns, flexibel auf die Anforderungen der kalten Jahreszeit zu reagieren und unsere innere Wärme zu aktivieren. Statt uns nur auf das Vermeiden von Frostbeulen zu konzentrieren, können wir aktiv an unserem Wohlbefinden arbeiten.
Apropos Widerstandsfähigkeit: Hier kommt Ihr persönlicher Prophylaxenschirm für die kalte Jahreszeit:
Winterliche Aktivitäten: Finden Sie Freude an winterlichen Spaziergängen oder sportlichen Aktivitäten wie Schlittschuhlaufen.
Soziale Verbindungen pflegen: Warme Beziehungen sind der beste Schutz gegen Kälte.
Stressmanagement: Praktizieren Sie "Hygge" - das dänische Konzept der Gemütlichkeit.
Ausreichend Schlaf: Gönnen Sie sich erholsame Nächte zur Stärkung Ihres Immunsystems.
Ernährung beachten: Wärmen Sie sich von innen mit saisonalen, nährstoffreichen Speisen.
Mit diesen Tipps stärken Sie Ihre Widerstandsfähigkeit für die kalte Jahreszeit und darüber hinaus. Ihr Kohärenzgefühl ist Ihr innerer Kamin - pflegen Sie es aktiv und lassen Sie es Sie von innen wärmen, egal wie kalt es draußen ist.
Lassen Sie also die Sorgen um kalte Füße in der Schublade und greifen Sie stattdessen zu Ihrem persönlichen Wohlfühl-Kompass. Denn ob Sie sich als "schon durchgefroren" oder "noch mollig warm" betrachten, liegt ganz bei Ihnen und Ihrem Kohärenzgefühl!
Es grüßen Sie aus dem Bildungszentrum
Die Teilnehmer des Stationsleitungskurses 24
Haben Sie schon mal von Social Loafing gehört? Social Loafing – auch bekannt als soziales Faulenzen – beschreibt das Phänomen, bei dem Teammitglieder ihre Leistung reduzieren, weil ihre individuelle Arbeit weniger sichtbar ist.
Bereits 1913 stellte der französische Agraringenieur Maximilien Ringelmann (daher auch Ringelmann-Effekt) in Experimenten fest, dass die Gesamtleistung von Gruppen geringer ist als die Summe ihrer individuellen Leistungen. Er beobachtete, dass je mehr Personen gleichzeitig an einer Last zogen, desto weniger Kraft jeder Einzelne aufbrachte. Beispielsweise investierten 2er-Teams im Durchschnitt nur 93 % ihrer Kraft, während 3er-Teams 85 % und 8er-Teams nur noch 49 % aufbrachten.
In der Gesundheitsbranche arbeiten wir ständig in Teams. Wir sollten also jeden Tag unser Unterbewusstsein austricksen und uns bewusst machen, dass unsere Leistung nicht unsichtbar ist. Jeder einzelne Einsatz ist entscheidend, selbst kleine Handlungen, wie das schnelle Nachtragen von Infos oder ein extra Blick auf den Patienten, machen den Unterschied für unserer Patienten und unsere Kollegen im Team.
Diese kleinen Plagegeister können einem den schönsten Abend im Freien gründlich vermiesen. Doch warum scheinen manche Menschen wie ein Magnet für Mücken zu wirken, während andere weitgehend verschont bleiben? Tatsächlich ziehen einige Menschen Mücken stärker an als andere. Dies liegt an einer Kombination aus verschiedenen Faktoren. Mücken werden von einem erhöhten Ausstoß an Kohlendioxid, der durch das Ausatmen entsteht, angezogen. Auch bestimmte Düfte wie Milchsäure und Ammoniak, die durch Schweiß produziert werden, locken Mücken an. Genetik und die Bakterien auf unserer Haut spielen ebenfalls eine Rolle. Einige Menschen haben genetische Merkmale und Hautbakterien, die Mücken besonders attraktiv finden.
Darüber hinaus bevorzugen Mücken dunkle Farben wie Schwarz, und sie werden von der Körpertemperatur und dem Wasserdampf, den unsere Haut abgibt, angezogen. Studien haben auch gezeigt, dass Menschen, die Alkohol getrunken haben, und Schwangere für Mücken besonders attraktiv sind. Menschen mit Blutgruppe 0 werden doppelt so häufig gestochen wie andere.
Sind Mückenstiche in Mitteleuropa gefährlich? In der Regel sind sie hierzulande harmlos, können jedoch unangenehm jucken und manchmal zu allergischen Reaktionen führen. Allerdings gibt es ein wachsendes Risiko durch exotische Mückenarten, die Krankheiten wie das West-Nil-Virus oder das Zika-Virus übertragen können. Diese Mückenarten sind zwar noch selten, aber durch den Klimawandel und globalen Handel auf dem Vormarsch.
Wie kann ich einen Mückenstich effektiv behandeln? Sobald der Juckreiz einsetzt, ist schnelle Linderung gefragt. Hausmittel wie kühlende Gele, das Auftragen von Zahnpasta mit Menthol, Essig und Zwiebeln oder das Kühlen des Stichs mit Eiswürfeln können den Juckreiz lindern, wirken desinfizierend und abschwellend. Kühlen und reiben beugen durch Kratzen verursachte Infektionen vor. Sehr effektiv und nachhaltig lindern sogenannte Thermo-Stichheiler durch lokal konzentrierte Wärme die Stichreaktion und damit den Juckreiz.
Ärztliche Hilfe brauchen sie bei der Behandlung von Mückenstichen nur in Ausnahmefällen, wie bei schweren lokalen Wundinfektionen, die auch mal mit Fieber und Minderung des Allgemeinbefindens einhergehen können. Äußerst selten sind auch allergische Reaktionen mit Juckreiz und Quaddelbildung jenseits des Insektenstichs oder gar Luftnot.
Wie kann ich Mückenstiche in Zukunft vermeiden? Prävention ist der beste Schutz. Tragen Sie helle, langärmlige Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt, und nutzen Sie Insektenschutzmittel, um Mücken abzuschrecken. Schlafen Sie unter einem Moskitonetz, besonders in Gebieten mit hohem Mückenaufkommen, und meiden Sie stehende Gewässer, wo Mücken bevorzugt brüten. Citronella-Kerzen helfen dabei, die lästigen Plagegeister fernzuhalten.
Mit diesen Tipps sind Sie bestens gerüstet, um den Sommer ohne die lästigen Begleiter zu genießen.
Ihre Jana Kugler
Hautambulanz Helios Kliniken Schwerin
– aber stimmt das wirklich? Eine Erkältung wird normalerweise durch Viren und nicht durch einen Luftzug ausgelöst. Die Viren gelangen per Tröpfchen oder Aerosole in die oberen Atemwege. Es gibt aber dennoch einen Zusammenhang zwischen Auskühlen und Erkältung.
Wer frischen Wind mag, muss sich erst einmal keine gesundheitlichen Sorgen machen: Der Luftzug – drinnen oder draußen – macht nicht per se krank.
Was dann passiert, ist dass die Körperoberfläche auskühlt. Dies führt zu einer schlechteren Durchblutung der tiefer gelegenen Areale im Körper, wovon u.a. auch die Rachenschleimhaut betroffen ist. Zudem können die Schleimhäute in Nase und Rachen austrocknen.
Dadurch wird die Infektions- und Immunabwehr herabgesetzt – Erkältungsviren, die wir uns zuvor möglicherweise „eingefangen“ haben, haben dann leichteres Spiel.
So weit, so gut.
Warum wir aber manchmal mehr, manchmal weniger anfällig für Viren sind, ist am Ende von vielen individuellen Faktoren abhängig und daher nicht vorhersehbar.
Ihre Sandra Amling
Leitende Fachkrankenschwester für Hygiene und Infektionsprävention
Sind Sie auch mit den Vorsätzen ins neue Jahr gestartet, zukünftig gesünder zu leben, indem Sie mehr Sport treiben? Wenn ja, dann sind Sie damit nicht allein. Laut einer Umfrage (Vlg. Statistika,2024) gehört dies zu den beliebtesten Vorsätzen der Deutschen für das Jahr 2024. Doch häufig bleibt es bei dem Wunsch - der innere Schweinehund bewacht unerbittlich unsere Komfortzone.
Doch wie kann es uns trotzdem gelingen, ihn zu überlisten und Bewegung in den Alltag zu integrieren. Wagen Sie einmal den inneren Dialog mit Ihrem Schweinehund!
Innerer Schweinehund: „Sport ist Mord!“
Dass Bewegung zur Stressregulation beiträgt, unser Wohlbefinden sowie die Lebensqualität steigert, ist weitestgehend bekannt. Inzwischen ist auch die positive Wirkung auf unsere Psyche wissenschaftlich belegt. So wird Bewegung auch als Präventions- und Therapiemaßnahme bei psychischen Erkrankungen, beispielsweise bei Depressionen und Angsterkrankungen, eingesetzt. Außerdem werden durch körperliche Aktivität wichtige gesundheitsfördernde Prozesse im Körper angestoßen: Bewegung fördert die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems und schützt somit vor Schlaganfällen und Herzinfarkten, stärkt das Immunsystem und wirkt sich vorteilhaft auf die Vorbeugung von Krebs aus.
Innerer Schweinehund: „Keine Zeit für Bewegung!“
Es gibt unterschiedliche Empfehlungen über die Art und das Ausmaß körperlicher Aktivität, die zur Verbesserung und Erhaltung der Gesundheit führen. Ideal sind mindestens 30 Minuten Aktivität am Tag bei moderater Anstrengung. Moderat bedeutet, dass die Atmung und die Herzfrequenz leicht steigen, man sich aber trotzdem noch unterhalten kann. Kinder und junge Erwachsene sollten sich sogar doppelt so viel bewegen. Viele Menschen überschätzen jedoch ihr Maß an Bewegung im Alltag. Die empfohlenen 10.000 Schritte täglich sind nicht für jeden so einfach zurückzulegen. Eine gute Orientierung bieten Schrittzähler z.B. auf dem Smartphone oder Fitnessarmband, diese können zusätzlich zur täglichen Bewegung motivieren. Durch ein paar einfache Tricks lassen sich Bewegungen in unseren Alltag einbauen: Treppe statt Lift oder den Arbeitsweg auf dem Fahrrad zurücklegen. Wer mit Bus oder Bahn zur Arbeit fährt, könnte vielleicht ein paar Haltestellen eher aussteigen, um den restlichen Weg zu Fuß zurückzulegen. Wer viel sitzend am Schreibtisch arbeitet, kann regelmäßig aktive Bewegungspausen einlegen. Probieren Sie doch mal Schreibtisch-Yoga aus. Besprechungen und Pausen können auch im Gehen, idealerweise an der frischen Luft, stattfinden.
Egal, welche Aktivität Sie wählen, wichtig ist einzig und allein, dass Sie Freude daran haben. Suchen Sie sich einen Verbündeten, gemeinsam geht vieles leichter – nehmen Sie Ihren Schweinehund einfach mal mit!
Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches, glückliches und vor allem gesundes 2024!
Ihre Kathrin Faber
Life Coach (B.Sc.)
Trainerin Patientenzentrierte Kommunikation & Dozentin Fachweiterbildung
Die hektische Welt des Gesundheitswesens stellt alle Beteiligten vor eine Vielzahl von Herausforderungen. Mit der stetig steigenden Anzahl an zu bewältigenden Aufgaben ist es ein Leichtes, in die Falle der Prokrastination zu tappen.
An dieser Stelle möchte ich Ihnen aufzeigen, wie Sie Ihr Prokrastinationsverhalten erkennen und Wege in eine entspanntere und produktivere Zukunft einschlagen können.
Der erste Schritt zur Veränderung ist das Bewusstsein. Achten Sie darauf, wann und warum Sie Aufgaben aufschieben. Ist es aufgrund von Überforderung, Angst vor Fehlern, Perfektionismus oder schlichter Unlust?
Haben Sie schon mal von Pomodoro gehört? Auch wenn die Übersetzung (italienisch für Tomate) es vermuten ließe, folgt an dieser Stelle kein Kochrezept.
Die Pomodoro-Methode ist eine großartige Möglichkeit, Ihre Arbeit effektiver zu gestalten. Sie teilen Ihre Aufgaben in Abschnitte von 25 Minuten (Pomodoros) und gönnen sich dann 5 Minuten Pause. Nach vier Pomodoros gönnen Sie sich eine längere Pause von 15-30 Minuten. Das hilft Ihnen, sich besser zu konzentrieren und Ablenkungen zu minimieren.
Die Methode macht Ihnen das Arbeiten nicht nur angenehmer, sondern auch effizienter. Nutzen Sie eine einfache Eieruhr oder eine Pomodoro-App, um die Zeit im Auge zu behalten.
Die Veränderung Ihres Verhaltens erfordert Geduld, aber es ist wichtig, den Beginn der Veränderung nicht weiter aufzuschieben, wenn Sie wirklich produktiver werden möchten.
Wenn Sie mehr zum Thema Prokrastination erfahren wollen und warum es auch manchmal gesund sein kann zu prokrastinieren, empfehle ich Ihnen diesen Beitrag.
Ihre Nicole Liba
Weiterbildungsassistentin Bildungszentrum
Medizinpädagogin (BA) im Studium
In einer Zeit, in der die digitale Identität ebenso kostbar ist wie das eigene Zuhause, ist das Bewusstsein für sichere Passwörter weiterhin gering. Beliebte unsichere Passwörter wie "12345" und "Passwort" stellen ein Geschenk für digitale Einbrecher dar. Das Problem liegt nicht allein in der Einfachheit der Passwörter, sondern auch in ihrer Häufigkeit. Cyberkriminelle sind sich dessen bewusst. Die Wiederverwendung von Passwörtern birgt Risiken. Wenn ein Angreifer Zugriff auf einen Dienst erlangt, kann er auch auf andere Dienste zugreifen. Ein Albtraum.
Hier ist eine Methode zur Erstellung sicherer Passwörter:
Sicherheit ist kein Märchen.
Schützen Sie Ihre digitalen Schätze, bevor die Räuber zuschlagen.
Ihr Andreas Gerstner
Clusterleiter IT Ostsee