Das Team der Rhythmologie hilft Ihnen mit umfassender Erfahrung und medizinischer Expertise. Hier finden Sie unsere ambulanten Angebote:
Das Team der Rhythmologie hilft Ihnen mit umfassender Erfahrung und medizinischer Expertise. Hier finden Sie unsere ambulanten Angebote:
Die nichtinvasive Diagnostik zielt darauf ab, rhythmologische Krankheitsbilder zu erkennen und zu charakterisieren, um dann die beste Therapieentscheidung treffen zu können. Hierfür führen wir je nach Bedarf und Vorbefunden unterschiedlichste kardiologische Untersuchungen durch. Das könnten z.B. ein LZ-EKG, Ajmalintest, Kipptisch-untersuchung, Belastungs-EKG, Herzultraschall sein.
Basierend auf den Diagnoseergebnissen entscheiden die Ärzte dann gemeinsam mit dem Patienten über die weiteren Schritte einer bestmöglichen Behandlung. Die Therapie kann von einer Änderung des Lebensstils bis hin zu medikamentösen Behandlungen und/ oder einer Kardioversion reichen.
Bei strukturell gesundem Herz kann nach einer Testdosisgabe eines Klasse 1c Antiarrhythmikums (z.B. Flecainid) eine Entlassung am gleichen Tag erfolgen. Bei anderen Rhythmusmedikamenten z.B. Klasse III (z.B. Amiodaron) ist häufig ein stationärer Aufenthalt von ca. drei bis vier Tagen geplant. Unter kontinuierlicher Überwachung mittels eines tragbaren EKGs wird eine medikamentöse Aufsättigung des Antiarrhythmikums begonnen. Sollte der Herzrhythmus unter der begonnenen Medikation nicht spontan in den normalen Sinusrhythmus konvertieren, ist eine elektrische Kardioversion nach vollständiger Aufsättigung angedacht.
Elektrische Kardioversion
Bei einer elektrischen Kardioversion wird mittels eines elektrischen Impulses unter einer Kurznarkose die vorliegende Herzrhythmusstörung (bspw. Vorhofflimmern) in den Sinusrhythmus überführt. Die Dauer der Sedierung beträgt ca. fünf bis zehn Minuten. Nachfolgend ist nach einer Überwachung von zwei Stunden eine Entlassung in die Häuslichkeit möglich. Wichtig ist, dass Sie zum geplanten Termin nüchtern erscheinen und die Blutverdünner (orale Antikoagulation) durchgehend (auch am Aufnahmetag) einnehmen. Am Tag der elektrischen Kardioversion besteht für den restlichen Tag eine Fahruntauglichkeit. Für den Rücktransport wird ein Transportschein ausgestellt.
Im Labor für elektrophysische Untersuchungen, kurz EPU-Labor, führen wir spezielle kathetergestützte Herzuntersuchungen durch, insbesondere bei Herzrhythmusstörungen.
... ist ein Verfahren, bei dem durch Blutgefäße in der Leiste sogenannte Katheter in das Herz vorgeschoben werden. Hier können gezielt Bereiche innerhalb der Herzvorhöfe verödet werden, die für die Entstehung von Vorhofflimmern von Bedeutung sind. Das Verfahren ist schonender als eine klassische Herzoperation, da kein offener Eingriff am Herzen erforderlich ist.
Ablation
Im elektrophysiologischen Labor (EPU-Labor) werden Sie mittels Narkose-Medikamenten sediert, Sie schlafen also während des Eingriffs. Standardmäßig werden zwei Zugänge in die große Oberschenkelvene in der rechten Leiste eingebracht, über die die Katheter durch die Venen bis rechten Herzvorhof vorgeschoben werden können. Da Vorhofflimmern meist im linken Herzvorhof entsteht, müssen wir die sogenannte Vorhofscheidewand mit einer Nadel punktieren (für Sie schmerzfrei), um einen Katheter auch in den linken Vorhof einbringen zu können. All dies sind standardisierte Prozesse, die von den erfahrenen Ärzt:innen im Herzzentrum Leipzig sicher beherrscht werden.
Ein für die Entstehung von Vorhofflimmern wichtiger Ort sind die Lungenveneneinmündungen in dem linken Herzvorhof, diese sind das primäre Ziel unserer Ablationsbehandlung. Mit speziellen Kathetern wird der Übergang von Lungenvenen zu linkem Herzvorhof aufgesucht und durch unterschiedliche Techniken eine Zellschädigung der Herzmuskelzellen an diesem Übergangsbereich hervorgerufen. Unterstützt wird dies durch hochmoderne dreidimensionale Mapping-Systeme, die eine genaue Orientierung in Ihren Herzkammern erlauben. Durch die beschriebene Zellschädigung kommt es zur Bildung kleiner Narben, die eine Weiterleitung der ungeordneten Vorhofflimmer-Ströme aus den Lungenvenen auf den Rest des Herzens verhindern sollen. Hinsichtlich der angesprochenen Techniken, die bei der Katheterablation eingesetzt werden, wurden in den letzten Jahren einige Fortschritte erzielt, die eine noch sicherere und schnellere Verödung erlauben. Zur Auswahl stehen:
Alle angesprochenen Ablationstechniken werden am Herzzentrum Leipzig angeboten, wobei bei jedem Patienten/jeder Patientin individuell die optimale Ablationstechnik ausgewählt wird.
Welche Komplikationen können bei einer Ablation bei Vorhofflimmern auftreten?
Die Ablation bei Vorhofflimmern wird in der Rhythmologie des Herzzentrums Leipzig regelmäßig und mit großer Routine durchgeführt. Von der Vorbehandlung im EPU-Labor bis hin zur Entfernung der Zugänge nach dem Eingriff befinden Sie sich bei unseren erfahrenen Expert:innen in guten Händen. Es handelt sich bei der Ablation von Vorhofflimmern um ein sicheres Verfahren mit einer niedrigen Komplikationsrate. Unter den insgesamt seltenen Komplikationen am häufigsten sind Blutergüsse / Einblutungen / Blutungen im Bereich der Punktionsstelle der Leiste, welche jedoch mit überwiegender Häufigkeit ohne weitere Eingriffe durch Kompression kontrolliert werden können. Seltene, aber für diesen Eingriff besondere Komplikationen, sind Verletzungen der Speiseröhre, eine Gefäßeinengung der Lungenvenen oder eine Verletzung des Nervens, der das Zwerchfell versorgt. Zudem kann es zur Verletzung der Herzwand mit Blutübertritt in den Herzbeutel kommen (Risiko <1%), weshalb bei jedem Patienten oder jeder Patient:in nach Ende des Eingriffs eine Herzultraschalluntersuchung erfolgt, um diese Komplikation auszuschließen. Über andere seltene Risiken werden Sie im ärztlichen Aufklärungsgespräch umfassend unterrichtet. Aufgrund der großen Erfahrung in der Behandlung von Vorhofflimmer-Patient:innen am Herzzentrum Leipzig ist unser Team jedoch auch im Umgang mit solchen unerwünschten Ereignissen routiniert, was die Behandlungssicherheit für Sie weiter erhöht. Insgesamt können Sie sich also absolut vertrauensvoll in die Hände unserer erfahrenen Expert:innen begeben.
Die Ablation bei ventrikulären Tachykardien (VT) ist eine wichtige Behandlung für gefährliche Herzrhythmusstörungen. Diese bösartigen, wiederkehrenden Störungen entstehen in der Herzkammer und können einen plötzlichen Herztod verursachen.
Unsere erfahrenen Spezialisten nutzen 3D-Mapping, um die genaue Quelle der Rhythmusstörung zu finden. Oft handelt es sich dabei um einen aktiven Fokus, der elektrische Impulse sendet, oder um eine kreisende Erregung. Die Ablation des kritischen Bereichs kann diese Störung beseitigen. Der Ablauf ähnelt anderen Ablationsverfahren.
Die Ablationen am Herzen zählen zu den häufigsten und auch effektivsten Eingriffen, die am Herzzentrum Leipzig zur Linderung und Entfernung von Herzrhythmusstörungen vorgenommen werden.
Dabei sind Ablationen vor allem da effektiv, wo eine medikamentöse Behandlung es nicht (mehr) ist. Die häufigste Anwendung ist die Ablation bei Vorhofflimmern, es gibt aber auch noch weitere Einsatzgebiete, für die wir das Verfahren hier am Herzzentrum einsetzen.
Was passiert bei einer Ablation?
Allen Ablationen gleich ist das grundsätzliche Vorgehen, durch Hitze- oder Kälteeinwirkung gezielt Läsionen, also Narben, zu erzeugen. Platziert an entsprechenden Zellen des Herzmuskels, werden Muskelerregungen unterbunden, die für bestehende Herzrhythmusstörungen verantwortlich sind. Die gewünschte Folge: Das Herz schlägt wieder normal. Der große Vorteil: Durch Ablationen werden im Gegensatz zu vielen medikamentösen Behandlungen die Ursachen bekämpft, nicht nur die Symptome.
Die Defibrillatoren-Implantation dient der Vermeidung gefährlicher Rhythmusstörungen und kann vor dem plötzlichen Herztod schützen. Hier am Herzzentrum Leipzig implantieren wir verschiedene Arten von Defribrillatoren (transvenös, subkutan). Die Auswahl des Defibrillators erfolgt entsprechend Ihrer individuellen Bedürfnisse.
Zur Behandlung von schweren Herzrhythmusstörungen können operativ Herzschrittmacher eingesetzt werden und so Linderung der Beschwerden bringen.
Die moderne Technik erlaubt uns Medizinern heute die Langzeitüberwachung von Patient:innen mit Herzrhythmusstörungen. Das Ziel: die Erkrankung genauer zu diagnostizieren und im Notfall schnell zu handeln.
Kommt es zu Elektrodendefekten oder Infektionen von implantierten Aggregaten, können unsere Spezialist:innen ebenfalls helfen.
Die kardiovaskuläre Magnetresonanz (CMR) ist das Herzstück des EPU-Labors im Herzzentrum Leipzig und ermöglicht unseren Expert:innen herausragende Einblicke in Ihr Herz, wobei gleichzeitig direkt Eingriffe vorgenommen werden können.
In seltenen Fällen kann es nach einer Ablationsbehandlung von Vorhofflimmern zu einer Verengung einer oder mehrerer Lungenvenen kommen, einer sogenannten Pulmonalvenenstenose. Diese seltene aber ernste Komplikation kann mehrere Wochen oder Monate nach der Ablationsbehandlung auftreten.
Juliane Burck-Kammer
(0341) 865-256011
Stefanie Zürnstein
(0341) 865-252601
Katrin Gatzemeier
(0341) 865-2484
Katrin Gatzemeier
(0341) 865-251048