Wenn die Funktion von Hüfte oder Knie im Alter nachlässt und die Gelenke Schmerzen verursachen, kann ein künstlicher Gelenkersatz Abhilfe schaffen. Wir sind auf das Einsetzen der sogenannten „Endoprothesen“ spezialisiert.
Das Hüftgelenk ist ein Nussgelenk, auf dem ein großer Teil des Körpergewichts lastet. Es besteht aus dem Hüftkopf und der Hüftpfanne. Im Alter kann der Knorpelüberzug des Hüftgelenkes abgenutzt sein, wodurch die Beweglichkeit einschränkt wird und Schmerzen entstehen.
Ursachen für Schäden am Hüftgelenk:
- Gelenkverschleiß „Arthrose“ (durch Fehlstellung, traumatische Veränderungen oder Übergewicht)
- Hüftgelenkdysplasie (angeborene oder erworbene Fehlstellung des Hüftgelenks, Verknöcherungsstörungen im Kindesalter)
- Rheumatische Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis)
- Hüftkopfnekrose (Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes)
- Spätfolgen eines Morbus Perthes (kindliche Hüftkopfnekrose)
- Spätfolgen einer Epiphyseolysis capitis femoris (jugendliche Hüftkopflösung)
- Spätfolgen nach Knochenbrüchen des Hüftkopfes und der Hüftpfanne
- Spätfolgen nach Infektionen des Hüftgelenks
- Komplikationen bestimmter Stoffwechselerkrankungen (z.B. Gicht)
Das Knie besteht aus Oberschenkelknochen (Femur), Unterschenkelknochen (Tibia) und Kniescheibe (Patella). Die Menisken, zwei halbmondförmige Strukturen, bestehen aus Faserknorpel und dienen als Stoßdämpfer im Kniegelenk. Schäden am Knorpel, etwa durch Verschleiß (Arthrose) oder Verletzungen, verursachen starke Schmerzen und schränken die Beweglichkeit stark ein.
Ursachen für Schäden am Kniegelenk:
- Gelenkverschleiß „Arthrose“ (durch Fehlstellung oder Übergewicht)
- Fehlstellungen der Beinachse wie O-und X-Beine
- Rheumatische Erkrankungen (rheumatoide Arthritis)
- Spätfolgen nach Verletzungen (z.B. Kreuzbandriss) oder Brüchen im Bereich des Kniegelenks
- Spätfolgen nach Erkrankungen des Kniegelenks wie Meniskusriss, Osteochondrosis dissecans
- Spätfolgen bei Stoffwechselerkrankungen (z. B. Gicht)
Unser Ziel
Durch die Implantation eines künstlichen Gelenks (Endoprothese) können wir Schmerzen lindern und die Funktion von Hüfte oder Knie wiederherstellen. Im Rahmen der Operation werden die abgenutzten oder beschädigten Oberflächen des Gelenks entfernt und durch künstliche Teile ersetzt.
Behandlung und Nachsorge
Zur Implantation eines künstlichen Knie- oder Hüftgelenkes verbleiben Sie etwa acht bis zehn Tage in unserer Klinik.
In dieser Zeit erhalten Sie täglich intensive krankengymnastische Übungsbehandlungen und werden auf der Station mobilisiert. In der Regel können Sie bereits am ersten Tag nach der Operation erstmalig das Bett verlassen.
Nach Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus beginnt die Anschlussheilbehandlung in einer speziell ausgestatteten Reha-Einrichtung. Die Rehabilitation dauert etwa drei Wochen erfolgt in der Regel stationär.
Ältere Patienten, die sich eine reguläre Anschlussheilbehandlung nicht zutrauen, können nach erfolgtem Eingriff an einer geriatrischen Reha in unserem Haus teilnehmen.
Patientenschule
Für die Patienten mit einer geplanten Operation findet am ersten Montag im Monat eine Patientenschule statt, in der über die Abläufe während der OP und des Krankenhausaufenthaltes informiert wird.