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Sarkoidose – die rätselhafte Erkrankung der Lunge

Bei der Sarkoidose, auch Morbus Boeck genannt, sind häufig die Lymphknoten und das Lungengewebe betroffen, es können aber auch andere Organe befallen sein. Die Ursache dieser Erkrankung ist bislang unbekannt. Erfahren Sie mehr zu Diagnose und Behandlung.

Sarkoidose: Ursachen und Symptome

„Die Sarkoidose ist eine Erkrankung mitunklarer Ursache, die verschiedene Organsysteme beeinträchtigen kann und meistens mit einer Schädigung der Lunge und Lymphknoten einhergeht“, sagt Dr. Markus Leidag, Chefarzt der Klinik für Pneumologie am Helios Klinikum Niederberg.

In Europa liegt die Häufigkeit an Sarkoidose zu erkranken zwischen einem und 64 Betroffenen pro 100.000 Einwohner. Für Deutschland zeigen aktuelle Studien eine Prävalenz von rund 46 pro 100.000 Einwohner.

An Sarkoidose kann man in jedem Alter erkranken, besonders oft tritt die Krankheit zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf Dabei sind Frauen etwas häufiger als Männer betroffen. Die Aussichten auf Heilung sind je nach Ausprägung der Erkrankung sehr unterschiedlich, in der Regel aber gut.

In den Organen oder dem Gewebe bilden sich winzige Knötchen, die sogenannten Granulome – deshalb hielt man die Krankheit bei ihrer Entdeckung Ende des 19. Jahrhunderts zunächst für eine Hautkrankheit. Eine überschießende Immunreaktion sorgt für die unterschiedlichen Krankheitsfolgen, die für die Patientinnen und Patienten oft sehr belastend sind und zum sozialen Rückzug führen können.

Die Symptome einer Sarkoidose können völlig unterschiedlich sein – dass erschwert eine Diagnosestellung. Müdigkeit, Husten, Grippegefühl, Seh- oder Hörstörungen oder auch Hautprobleme und viele weitere undeutliche Anzeichen sind eine starke Belastung für die Betroffenen.  

Sarkoidose: Diagnose und Behandlung

Durch die Vielzahl und Unterschiedlichkeitder Symptome wird die Krankheit meist nicht gleich festgestellt. „Oft erfolgt die Diagnose eher zufällig bei einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs – dort werden die typischen Lungenveränderungen sichtbar“, erklärt Dr. Markus Leidag. Auch Blutuntersuchungen führen auf die richtige Spur.

Obwohl die Krankheit in akuten Fällen von alleine heilt, kann sie in den chronisch verlaufenden Formen lebensbedrohlich sein. Die medizinische Behandlung dieser Multisystemerkrankung erfordert ein großes Fachwissen und die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen. Vielfach werden Kortison oder auch Medikamente eingesetzt, die das Immunsystem beeinflussen. 

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