Bei einer Magenspiegelung werden neben dem Magen immer auch die Speiseröhre und der Zwölffingerdarm mit untersucht. Deshalb heißt die Untersuchung korrekt Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD). Für die Magenspiegelung benutzt der Arzt / die Ärztin ein Untersuchungsgerät, das Gastroskop genannt wird. Dabei handelt es sich um einen biegsamen Schlauch, der etwa 5 bis maximal 13 Millimeter im Durchmesser misst.
Untersuchungsvorbereitung
Für die Magen-Darm-Spiegelung müssen Sie nüchtern sein, das heißt, mindestens 6 Stunden vor der Untersuchung dürfen Sie nichts mehr essen. Schluckweises Trinken von Wasser ist bis 2 Stunden vor der Magenspiegelung erlaubt. Es sollten aber keine Tabletten eingenommen werden. Rauchen sollten Sie unterlassen, da es die Magensaftproduktion anregt.
Untersuchungsablauf
Die Untersuchung wird meistens in Linksseitenlage durchgeführt. Es wird Ihnen ein kleiner Becher mit Entschäumerflüssigkeit gereicht, den Sie trinken müssen. Anschließend wird Ihre Rachenschleimhaut mit einem Spray betäubt, um den Würgereiz beim Einführen des Gastroskopes zu unterdrücken. Der Eingriff an sich dauert nur wenige Minuten. Damit Sie nicht aus Versehen auf das empfindliche Endoskop beißen, bekommen Sie ein Mundstück aus Kunststoff zwischen die Zähne.
Zur Verbesserung der Sichtverhältnisse wird Luft in den Magen geblasen. Nun konzentrieren Sie sich auf langsames Durchatmen (egal ob durch Nase oder Mund). Ihr Atem wird nicht behindert sein. Den Speichel brauchen Sie nicht zu schlucken, er fließt aus Ihrem Mund und wird durch ein Tuch aufgefangen.
Das Hervorbringen von Luft oder „Rülpsen“ kann während der Untersuchung vorkommen. Es ist ein unwillkürlicher Vorgang, auf den der Arzt / die Ärztin und das Pflegepersonal vorbereitet sind und der die Untersuchung nicht beeinträchtigt. Bei Brechreiz konzentrieren Sie sich auf das regelmäßige Durchatmen. So können Sie diesen meistens unterdrücken.
Nach der Untersuchung sollte mit Trinken und Essen gewartet werden bis die örtliche Betäubung im Rachen nachgelassen hat.
Mögliche Komplikationen
Komplikationen sind bei Magenspiegelungen sehr selten. Die routinemäßig durchgeführte Spiegelung gilt heute als ungefährliche Untersuchungsmethode, auch für Patient:innen mit einer Herz- oder Lungenkrankheit. Vor der Untersuchung wird Sie aber der Arzt / die Ärztin über Gefahren und Risiken genauer aufklären.