Insbesondere seit der Corona-Pandemie ist die Expertise des Helios Klinikums Bad Saarow in der Behandlung von Patienten mit Lungenversagen von anderen Kliniken gefragt und der Bedarf an ECMO-Behandlungsplätzen stark gestiegen. Können kritische Intensivpatienten mit einem schweren Lungenversagen in den Kliniken der Region nicht mehr adäquat versorgt werden, ist es möglich, sie mit einem extra dafür umgerüsteten Rettungstransportwagen nach Bad Saarow zu verlegen.
Mit dem Therapieverfahren ECMO (extrakorporale Membranoxygenierung) kann die Herz- und Lungenfunktion bei Kindern und Erwachsenen unterstützt bzw. übernommen werden. Bereits seit 2015 verfügt das Bad Saarower Klinikum als Ostbrandenburgisches ECMO-Zentrum über Verfahren zur temporären mechanischen Unterstützung der Lunge und seit 2017 auch des Herzens.
Olaf Schoenborn hat den über 20-stündigen „Intensivtransportkurs“, der in vier Mal drei Modulen stattfindet, konzipiert und erstellt. Dieses Angebot ermöglicht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über 12 Wochen an drei unterschiedlichen Terminen am Kurs teilzunehmen.
Die Kursinhalte werden in Form von Präsentationen, Workshops, Skill- und Teamtrainings, problemorientierten Kleingruppenbesprechungen sowie Simulationen interprofessionell gemeinsam erarbeitet.
Einer von den insgesamt 60 Teilnehmern ist Notfallsanitäter Sebastian Maiwald von der Rettungsdienst im Landkreis Oder-Spree GmbH. „Der Kurs ist sehr lehrreich und gut organisiert. Er stärkt zudem die Zusammenarbeit des Rettungsdienstes und der Intensivmedizin“, berichtet er.