Die Ansteckung mit dem Influenzavirus erfolgt hauptsächlich durch eine Tröpfcheninfektion, also beim Husten, Niesen und Sprechen. Aber auch eine Übertragung durch eine Schmierinfektion ist möglich, wenn virenbehaftete Hände Oberflächen oder das Gesicht berühren. Aus diesen Gründen sind insbesondere Orte, an denen viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen und auch gemeinsame Oberflächen nutzen, prädestiniert für eine Ansteckung mit dem Influenzavirus. Hierzu zählen auch Busse und Bahnen. Um die Ansteckungsgefahr im öffentlichen Nahverkehr zu reduzieren, hat unsere Expertin Dr. med. Katja Uhde, einige Tipps zusammengestellt:
- Hände regelmäßig waschen: Waschen Sie Ihre Hände nach jeder Fahrt gründlich mit Seife oder nutzen Sie ein Desinfektionsmittel.
- Abstand halten: Halten Sie, wenn möglich, Abstand zu hustenden oder niesenden Personen.
- Mund-Nasen-Schutz tragen: Eine Maske kann das Infektionsrisiko deutlich senken – sowohl für Sie selbst als auch für andere.
- Oberflächen meiden: Vermeiden Sie es, Haltestangen oder Türknöpfe direkt mit den Händen zu berühren. Nutzen Sie Handschuhe oder desinfizieren Sie Ihre Hände danach.
- Augen, Nase und Mund nicht berühren: Viren gelangen oft durch das Berühren des Gesichts in den Körper.
- Gute Belüftung nutzen: Falls möglich, wählen Sie gut belüftete Bereiche oder öffnen Sie Fenster in Verkehrsmitteln.
Grippeimpfung als wichtiger Schutz
Darüber hinaus empfiehlt Dr. Uhde die jährliche Grippeimpfung als wichtige Schutzmaßnahme: „Besonders Risikogruppen wie ältere Menschen, chronisch Kranke und Schwangere sollten sich impfen lassen. Die Impfung schützt nicht nur die geimpfte Person, sondern trägt auch dazu bei, die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung zu reduzieren.“
Sollten dennoch typische Grippesymptome wie plötzlich auftretendes hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen, Husten und Abgeschlagenheit auftreten, rät die Hausärztin vor allem Personen mit schweren Symptomen oder Vorerkrankungen den ärztlichen Rat einzuholen. Ansonsten helfen fiebersenkende Medikamente, viel Trinken sowie ausreichend Bettruhe. Bei den meisten Patient:innen klingen die Symptome nach gut einer Woche ab.