Bei Diabetikern können sich bereits kleine Wunden an Zehen, Fußsohle oder Ferse schnell zu Problemwunden entwickeln, die zu einer Gefährdung des Fußes bzw. Unterschenkels mit drohender Amputation führen. Hier sind frühzeitig gefäßchirurgische Konzepte gefragt, um einen Verlust funktioneller Strukturen zu vermeiden.
Behandlung der neuropathischen Form
Neben der Einstellung des Blutzuckers ist es hier besonders wichtig, Druckstellen und Verletzungen der Füße zu vermeiden. Das heißt barfuß Gehen ist verboten und ein für diese Erkrankung spezielles Schuhwerk erforderlich. Manchmal ist eine orthopädische Korrekturoperation notwendig, um Druckstellen an den Knochen zu vermeiden.
Behandlung der ischämischen Form
Liegt eine Durchblutungsstörung vor, gibt es verschiedene Möglichkeiten diese Erkrankung zu behandeln. Je nach Schweregrad und Lokalisation können wir die Durchblutungsstörung über einen Katheter behandeln, den wir ins Innere einführen und mit Hilfe eines Ballons aufblasen, der das Gefäß weitet. Betrifft die Durchblutungsstörung einen längeren Abschnitt, kommt häufig nur eine Operation infrage. Hierbei ist die Umleitung des verschlossenen Gefäßes durch einen sogenannten Bypass nötig. Für den Bypass verwenden wir eine körpereigene Vene.