Leider entstehen in allen Notaufnahmen häufig Wartezeiten, die ihre Ursache in der Besonderheit der Versorgung von Akutpatienten haben.
Folgende Gründe stecken häufig dahinter:
- Lebensbedrohlich erkrankte und verletzte Personen brauchen eine zeitaufwendige Versorgung.
- Tages-, wochen- oder jahreszeitlich bedingt kann es zu einem vermehrten Patientenstrom kommen.
- Wir vergeben keine Termine, dadurch überschneiden sich viele Patienten zu einem Zeitpunkt.
- Werden Befunde aus den untersuchenden Abteilungen wie Röntgen und Labor benötigt, kann das natürlich etwas dauern.
- Gipsanlagen oder die Versorgung von Wunden brauchen Zeit, so können sich nachfolgende Behandlungen verschieben.
- Patienten mit besonderer Betreuung wie z. B. Demenzkranke, psychisch Kranke und Betrunkene werden auch zu uns gebracht und benötigen umfassende Versorgung.
Bitte haben Sie für evtl. auftretende Wartezeiten Verständnis! Selbstverständlich sind wir immer bemüht, die Wartezeiten so kurz wie möglich zu halten. Wir arbeiten nach dem Triage-System - mehr dazu erfahren Sie hier.
Beachten Sie bitte: Aus Gründen des Datenschutzes und der Schweigepflicht dürfen wir Angehörigen und Bekannten telefonisch keine Auskunft geben.
Jede Minute zählt. In unsere Notaufnahme kümmert sich ein interdisziplinäres Team mit moderner Technik um unsere Notfallpatienten.
Erstversorgung
Im Notfallzentrum findet die Erstversorgung der Notfallpatienten statt. Folgende Fachdisziplinen arbeiten vor Ort zusammen:
- Chirurgie: Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie, Traumatologie, Wirbelsäulenchirurgie
- Innere Medizin: Gastroenterologie/Hepatologie, Kardiologie, Pulmologie, Angiologie, Geriatrie
- Intensivmedizin inkl. Anästhesie/Schmerztherapie
- Radiologie (in Kooperation mit dem Herzzentrum Leipzig – die Radiologie grenzt direkt an unsere Abteilung an)
Behandlungsablauf
Unsere Patienten werden nach Behandlungsdringlichkeit versorgt. Hierfür wenden wir ein klinisches Ersteinschätzungssystem an, das so genannte Triage-System.
- Unmittelbar nach der Ankunft wird jeder Patient von einer geschulten Pflegekraft nach den Beschwerden befragt.
- Danach erfolgt die Einordnung in ein fünfstufiges Raster, welches durch ein Farbschema deutlich gemacht wird. So gelingt es uns, die Wartezeit an die jeweilige Schwere des Erkrankungsbildes anzupassen und zugleich Verständnis bei den Patienten zu wecken, die ihre Wartezeit nachvollziehen können.
- Der Arzt nimmt eine Untersuchung vor und legt die erforderliche Diagnostik bzw. die Therapie fest.
- Nach Abschluss aller Untersuchungen entscheidet der Arzt über eine ambulante oder stationäre Behandlungsform. Nach einem ambulanten Aufenthalt werden Empfehlungen für die Weiterbehandlung mitgegeben. Bei stationärer Aufnahme erfolgt die Verlegung auf die jeweils erforderliche Fachabteilung.