Als Arbeitsmediziner:in arbeiten Sie in erster Linie präventiv. Das heißt: Sie tragen maßgeblich zur Gesundheit und zur Leistungsfähigkeit von Beschäftigten in Unternehmen und Betrieben bei. Sie erkennen und behandeln arbeitsbedingte Erkrankungen, beraten Arbeitgeber:innen und Mitarbeitende im Unternehmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung und medizinischen Vorsorge, zu betrieblichen Wiedereingliederungsmaßnahmen sowie zu versicherungsmedizinischen Fragen.
Die Arbeitsmedizin ist ein sehr vielseitiges Fach und spricht wie kaum ein anderes medizinisches Fach den „ganzen“ Menschen an. Sie umfasst unter anderem die Reisemedizin, die Suchtmedizin oder die Psychosomatik. Arbeitsmediziner:innen sind fachlich breit aufgestellt und nicht auf eine Disziplin beschränkt. Anders als beispielsweise ein:e Augenärzt:in, die „nur“ Sehtests durchführt, übernehmen Arbeitsmediziner:innen auch Hörtests, psychologische Tests oder hautärztliche Untersuchungen.
Zudem sind Sie viel unterwegs und lernen die unterschiedlichsten Unternehmen und Menschen kennen – vom Großkonzern bis zum Handwerkerbetrieb, von Auszubildenden bis zu älteren Arbeitnehmer:innen.
Und: Im Gegensatz zum Klinikalltag arbeiten Sie in der Arbeitsmedizin für gewöhnlich ausschließlich werktags, ohne Wochenend- und Schichtdienste.